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EHEC-Epidemie: Süssauer Restaurants reagierten sofort!

10. Juni 2011 – von j.st.

Nun sind es “die Sprossen” - gestern und davor waren es Gurken, Tomaten, Blattsalat sowieso und auch andere lecker-knackige Sommergemüse kamen gleich mit unter die sprichwörtlichen “Räder”. – Nun wurde just heute die “allgemeine Empfehlung” auf den Verzehr von Tomaten, Gurken und Blattsalat zu verzichten, von dem neuen noch “ungeübten” Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) wieder aufgehoben. Sprossen bleiben jedoch tabu! – Also Alles doch nicht so schlimm???

Darüber mag sich jeder ein eigenes Urteil bilden.

Die Menschen sind jedenfalls durch und durch verunsichert zumal es zur Stunde noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Infektionsquelle des teuflischen EHEC-Erregers gibt. Da können die “Ansagen” des Ministers leicht ins Leere gehen.

Süssauer.de hat angesichts der bevorstehenden Ferien-Saison Süssauer  Gastbetriebe befragt, wie sie mit den zweifellos vorhandenen Besorgnissen ihrer Gäste und Residenten umgehen und wie sie auf die Bedrohung durch EHEC reagiert haben. Die Statements sind interessant aber nicht ungewöhnlich: Beide befragten
Gastwirte haben haben ein gemeinsames Ziel: Die gesundheitliche Sicherheit ihrer Gäste zu gewährleisten. Dabei, und das zeugt von Kreativität, gehen sie aber doch unterschiedliche Wege. Hier folgen die Antworten aus “Silbermöwe” und “Haus Atlantik”:

Wirt der Silbermöwe: Günter Oster. Foto: Jochen SteinkühlerGünter Oster, Inhaber der “Silbermöwe”:
“Als das Problem mit dem Krankheitserreger EHEC bekannt wurde, haben wir in unserer Gaststätte Silbermöwe unverzüglich reagiert. Wir nehmen das Problem im Interesse unserer Gäste sehr ernst und bieten seitdem, an Stelle eines knackigen Salates, unseren Gästen feines Grillgemüse an.
Damit werden in unserer Gaststätte keine Blattsalate, keine rohen Gurken und auch keine rohen Tomaten mehr serviert. Keimsprossen gab es ohnehin nicht.

Das Grillgemüse besteht aus gegrillten Zucchini, Champignons, Paprika und Tomaten sowie aus erlesenen Kräutern. Durch das Erhitzen werden alle evtl. vorhandenen Keime abgetötet und die Gefahr einer Erkrankung ausgeschlossen. So muss kein Gast in der Silbermöwe in Zeiten einer möglichen Gefährdung durch EHEC auf im übrigen sehr schmackhaft zubereitete, vitaminreiche Beilage verzichten. Unsere Gäste honorieren unsere Anstrengung mit wiederkehrenden Besuchen und bestellen inzwischen unser “Grillgemüse” als Vorspeise….”


Ingeburg und Werner Müller, Inhaber Haus Atlantik. Foto: Jochen SteinkühlerIngeburg und Werner Müller, Inhaber “Pension-Restaurant Haus Atlantik”:

“Wir haben sogleich reagiert und z. B. alle vorrätigen Tomaten und Blattsalate vernichtet. Salat aus Rohkost gibt es bei uns zur Zeit nicht mehr. Keim-Sprossen gab es bei uns auch vor dem EHEC-Problem nicht

Dafür stellen wir je nach Gericht eine Beilage aus Früchten (Ananas, Melone und andere tropische und regionale Sorten) oder aus Gemüsen, die alle pasteurisiert oder eingelegt sind, zusammen.  Unsere frischen Kräuter kommen weitgehend aus dem eigenen Garten.”

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